HSG Pohlheim Irscht macht ganz viel mit links

HSG Pohlheim Irscht macht ganz viel mit links

Geburtstagskind, Kantersieg, Abwehrmacht – Weber-Truppe blickt wieder auf das vordere Mittelfeld Holzheim

(amp). Wer als Handballer einen 32:20-Erfolg als Geschenk bekommt, der kann nicht meckern. Und so war für Simon Dahlhaus, Geburtstagskind bei der HSG Pohlheim, natürlich Feiern angesagt, als der 32:20 (13:7)-Erfolg in der Regionalliga gegen die SG Bruchköbel final auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Vor einem kleinen Geburtstagsständchen der halben HSG-Community gab der Rechtsaußen und nun 27 Jahre alte Sportlehrer in der Sporthalle Holzheim zu Protokoll: „Unser Trend geht aufwärts. Mit dieser Leistung können wir einen Großteil der Liga schlagen.“

Und in der Tat hatte der Heimerfolg vor gut gefüllter Halle etliche Facetten. Sio dürfen sich die Pohlheimer nun wieder zumindest hin zum vorderen Mittelfeld der Tabelle orientieren. Denn der Großteil der direkten Tabellennachbarn kassierte Niederlagen. „Wir haben jetzt mehr Optionen in der Breite“, blickte HSG-Trainer Mario Weber daneben auf das deutlich dünner besetzte Lazarett nach der Samstag-Begegnung. Vor allem die Linkshänder erlebten einen Aufschwung. War zuletzt nur ein „Linksdatsch“ im Kader gewesen, so standen diesmal schon wieder vier Vertreter dieser Zunft für Pohlheim auf dem Spielbericht. Und markierten neun der 32 Tagestore, wobei Christoph Träger noch geschont wurde.

Mit der Zwölf-Tore-Differenz des Heimsiegs besserten die Mittelhessen auch deutlich ihre Torbilanz auf. Wobei niemand der Aussage von Trainer Mario Weber widersprechen wollte, dass der Abstand an diesem Abend noch vier, fünf Treffer mehr hätte betragen können. Denn schon in der Anfangsphase war es angesichts der starken Defensive der HSG mit Torhüter Joshua Laudt dahinter nur Bruchköbels Keeper Maurice Ebel, der seine Farben noch im Spiel hielt. Doch ab dem 9:7-Zwischenstand, dem einzigen (Siebenmeter-)Treffer von Gäste-Torjäger Dennis Weit (!) machte sich die Pohlheimer Dominanz auch in den Zwischenständen bemerkbar. Von diesem 9:7 (25.) zogen die Blau-Weißen auf 17:7 (36.) davon. Erst Mika Fuchs zum 17: 8 (38.) beendete die 13 torlosen Minuten der Bruchköbeler. „Wir waren heute komplett unterlegen. Das war eine tolle Leistung der Pohlheimer Abwehr. In der Gänze waren wir heute chancenlos“, nahm SG-Co-Trainer Kim Beckmann kein Blatt vor den Mund, unkte gar: „Wenn wir diesen Auftritt weiter zeigen, holen wir keine Punkte mehr.“

Da waren es Luxusprobleme, wenn Mario Weber auf eine Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit hinwies, als sich beide Seiten wilde Experimentiereinheiten gönnten. Doch letztendlich fanden die Pohlheimer wieder zu ihrem Spiel, steckten auch die zahlreichen Zeitstrafen der freigiebigen Schiedsrichter gut weg und fuhren einen klaren Sieg ein. Schließlich sollte ja auch der Geburtstag von Simon Dahlhaus gebührend gefeiert werden.

Pohlheim: Laudt, Schlegel; Dönges (4), Lex (3), Rejab (3), Hantl (3), Neul (2), Martenstein (2), Dahlhaus (2), Weinandt (8), Ott (2), Frenko (2), Well (1), Träger (n.e.).

Bruchköbel: Ebell, M. Bätz; Warm (3), M. Wolff, Adamis, Ramos Sanchez, Vuko, Fuchs (3), J. Wolff (2), Döhring (10/3), N. Bätz (3), Helbing, Weit (1/1).

Schiedsrichter: Budde/Ehlert (Groß-Rohrheim). – Zuschauer: 380. – Zeitstrafen: 12:4 Minuten. –Siebenmeter: 0:4/4.

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