HSG Pohlheim in Abstiegsgefahr

WIE GEHT ES WEITER? Trainer Horst Günter Schmandt (links)
und sein Co-Trainer Heiko Jakobi machen sich Gedanken über
den Pohlheimer Drittliga-Status. (Foto: Friedrich)
3. Handball-Liga Ost
(mro) Dieses Wochenende war sicherlich keines für die HSG Pohlheim in der Handball 3. Liga Ost. Die Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, die TSG Münster und der TV Jahn Duderstadt, feierten nicht zu erwartende Siege, die heimischen Handballer dagegen verloren bei der SG LVD Leipzig mit 20:24.
War vor der weiten Reise in die Messestadt Leipzig das Fehlen der verletzten Christian Schäfer, Dennis Weisel und Marc Langenbach bereits klar, musste das Trainergespann Schmandt/Jakobi kurzfristig auch noch den Ausfall von Torwart Fabian Schomburg (Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber) beklagen. Kapitän Sebastian Fay und Björn Hofmann traten krank die Fahrt mit an und waren daher nur bedingt einsetzbar. Und als »Krönung« fing sich Bastian Kleimann noch eine Platzwunde ein, welche einen Einsatz am kommenden Wochenende wohl unmöglich macht. So ist die 20:24 (9:14)-Niederage bei der heimstarken SG LVB Leipzig unter diesen Umständen aller Ehren wert, für die immer geringer werdenden Hoffnungen auf den Klassenerhalt aber leider zu wenig.
Diese gestalteten über das 2:3 durch Arne Rigterink in der siebten Minute und den 4:5-Anschlusstreffer (10.) von Patrick Engel bis Mitte der ersten Halbzeit das Spiel durchaus ausgeglichen. Nach dem 6:8 durch Sebastian Fay ließ dieser allerdings kurz darauf einen Strafwurf ungenutzt und Leipzig konnte sich in der Folgezeit etwas absetzen. So war beim 7:12 durch Bastian Kleimann (25.) bereits ein Fünf-Tore-Rückstand zu beklagen, der auch zur Pause nach David Billeks Siebenmeter zum 9:14 Bestand hatte.
Diesem Rückstand liefen die Pohlheimer zunächst erfolglos hinterher. Über das 10:15 (abermals Fay) und das 11:17 durch Daniel Hirz, der sich – obwohl auch noch nicht wieder komplett beschwerdefrei – in den Dienst der Mannschaft stellte, in der 39. Minute schien das Spiel in erwarteten Bahnen zu verlaufen. Pohlheim gab sich aber, allen Widrigkeiten zum Trotz, nicht auf, sondern zeigte eine beeindruckende Moral.
Über das 14:18 von Rechtsaußen Nikolas Happel und das 15:19 durch Björn Hofmann kämpften sich die Schmandt-Schützlinge in der 53. Minute nach dem 18:20 durch ein erneutes Strafwurf-Tor von David Billek wieder in das Spiel, ließen dann aber in Überzahl die Chance zum Anschluss ungenutzt. Leipzig konterte mit zwei Toren zur 22:18-Entscheidung, dem Fay nur noch die letzten beiden Pohlheimer Tore bis zum 24:20-Endstand folgen lassen konnte.
Somit stand die HSG Pohlheim auch in Leipzig, wieder mit leeren Händen da. Zumindest der anschließende Besuch des Allstar-Games ließ den Abend dann doch noch ein wenig versöhnlich ausklingen.
SG LVB Leipzig: Ziebert, Schulz; Eulitz (1), Meiner (6/2), Uhlig, Wagner (2), Fritsch (3), Berthold (2), Leuendorf (3), Baum, Höhne (2/1), Wendlandt (2), Zart (2), Sillanpää (1).
HSG Pohlheim: Wüst; Hirz (2), Hofmann (4), Fay (5/1), Engel (1), Kleinmann (1), Landvogt, Billek (4/4), Nikolas Happel (2), Rigterink (1), Fernandes.
Stenogramm / Schiedsrichter: Schwarz/Weiß (Anderten) – Zuschauer: 300 – Zeitstrafen: 8:2 Minuten – Siebenmeter: 4/3:7/5.



















