Heuchelheim und Friedberg souverän

Heuchelheim und Friedberg souverän

Von Harold Sekatsch

Die TSF Heuchelheim und die TG Friedberg ziehen an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksoberliga ihre Kreise. Beide kamen am sechsten Spieltag zu ihrem jeweils sechsten Sieg. So gewannen die TSF am Sonntagabend gegen die HSG Pohlheim II mit 32:22 und haben wie die Friedberger, die einen Tag zuvor gegen TuS Vollnkirchen mit 33:25 siegreich blieben, 12:0 Punkte auf dem Konto. Dahinter hat sich ein aus vier Mannschaften bestehendes Verfolgerfeld mit jeweils 8:4 Punkten gebildet.

TSF Heuchelheim – HSG Pohlheim II 32:22 (16:9): Auch gegen die Pohlheimer »Zweite« kam der Tabellenführer zu einem verdienten Sieg. Christian Schäfer, der für Jan Wüst (Einsatz in der Pohlheimer »Ersten«) als Coach (und auch als Spieler) im Einsatz war, räumte ein, dass die Heuchelheimer eine Nummer zu groß für die HSG-»Zweite« waren. Gegen die »aggressive Heuchelheimer Deckung« habe sich seine Mannschaft nicht durchsetzen können und im Angriff oft unvorbereitet abgeschlossen. Außerdem: »Wir haben heute nicht unsere beste Abwehrleistung gezeigt.« Claus Well, der Trainer des Tabellenführers, hatte natürlich allen Grund, mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden zu sein. Beginnend bei den beiden Torhütern, Erik Schlesinger in der ersten und Sascha Winter in der zweiten Halbzeit, zeigte sich die TSF-Deckung vor allem im ersten Durchgang absolut sattelfest. Die TSF führten nach 15 Minuten bereits mit 10:5, 15:7 hießen es nach 26 Minuten. 17:9 lautete der Spielstand in der 31. Minute, ehe die Pohlheimer vor allem dank ihres elffachen Torschützen Johannes Kreß Tor um Tor aufholten. 18:13 stand es nach 37 Minuten, 20:15 nach 42 Minuten. Claus Well hatte aber auch in dieser Phase nicht den Eindruck, dass der Vorsprung seiner Mannschaft noch einmal in Gefahr geraten sollte. Dabei leisteten sich beide Mannschaften zu viele leichte Ballverluste, die der jeweilige Gegner aber nur unzureichend nutzte. Erst in den letzten zwölf Minuten nahm das Spiel der TSF wieder etwas Fahrt auf. 24:18 lautete der Spielstand in der 49. Minute, 29:18 vier Minuten später. Die Entscheidung war gefallen. – Tore, Heuchelheim: Los Santos (7), Björn Hofmann, Kruse (je 4), Kröck, Weber, Niko Hoffmann (je 3), Schmidt, Koch (je 2), Billek (1/1), Bley, Rinn, Kaplan (je 1). – Pohlheim: Kreß (11/2), Schmandt (3), Erb, Schäfer (je 2), Schöbe, Trotz, Dönicke, Koppermann (je 1).

SG Keenheim II – HSG Hungen/Lich 27:33 (16:14): Zwei grundverschiedene Halbzeiten prägten diese Begegnung; vor der Pause dominierte die SGK, nach dem Wechsel Hungen Lich. »Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft«, konstatierte Kleenheims Trainer Micha Wiener, der mit ansehen musste, wie der – gemessen an den Möglichkeiten – zu knappe Pausenvorsprung nach Wiederbeginn schnell aufgebraucht war. »Sie haben uns den Schneid abgekauft«, stellte dazu Wiener fest. Sein Kollege aufseiten der Gäste, Carsten Schäfer, sah die Partie ähnlich. Schäfer machte dies an drei Dingen fest: »Abwehr, Torhüter, Abpraller.« »In der ersten Halbzeit haben wir keinen Abpraller abfangen können, in der zweiten Hälfte haben wir alle vier dieser Bälle in die Hände bekommen.« Im zweiten Abschnitt lief außerdem HSG-Torhüter Maximilan Krieg zu großer Form auf, vor dem eine sattelfeste Deckung stand. »Egal, welches System wir spielten, wir haben keinen Zugriff mehr auf die Partie bekommen«, bewertete Wiener den Verlauf der zweiten Halbzeit. Zwar lagen die Gäste zu Beginn der Partie mit zwei Toren vorn, doch Kleenheim wurde mit zunehmender Spieldauer stärker und übernahm nach neun Minuten die Führung (zum 4:3). Der Vorsprung wuchs zeitweise auf vier Treffer (16:12), ehe kurz vor dem Wechsel Artur Dell Hungen/Lich auf zwei Tore heranbrachte. Der zweite Durchgang war ein Spiegelbild des ersten, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Nun dominierte der Gast, hatte bis zur 37. Minute ausgeglichen (18:18), lag vier Minuten später mit drei Treffern in Führung (Spielstand: 18:21) und spielte im weiteren Verlauf die eigene Überlegenheit gekonnt aus. Der Vorsprung der HSG geriet somit nicht mehr ernsthaft in Gefahr. – Tore, Kleenheim: Faatz (10), Dilges (9/4), Herbel (3), Henze, Tonhäuser (je 2), Marwald (1). – Hungen/Lich: Kümpel (7/4), Metzger (7), Menges, Dell (je 5), Schwellnus (4), Schmied, Macht (je 2), Mager (1).

HSG Dilltal – HSG Lumdatal 35:22 (17:11): »Eine hervorragende Leistung«, freute sich Dilltals »Co« Markus Groß, »die Mannschaft hat die Marschroute umgesetzt.« Weniger erbaut über den Spielverlauf und das Resultat zeigte sich logischerweise der Lumdataler Trainer Clemens Bukschat: »Wenn wir mit drei angeschlagenen Spielern in die Partie gehen, die sich auf das Spielfeld gequält haben, haben wir keine Chance.« Und das sollte sich am Samstagabend in Werdorf schnell zeigen. Nach gut zwölf Minuten lagen die Dilltaler mit 8:3 vorn. »Wir haben viele einfache Tore geworfen«, erklärte Groß. Auf der anderen Seite bissen sich die Gäste aus dem Lumdatal an der gegnerischen 6:0-Deckung mit einem starken Torhüter Nico Rußmann dahinter immer wieder die Zähne aus. Beim 17:11 zur Pause war die Richtung schon vorgegeben. Auch der zweite Durchgang brachte keine Besserung für die Schützlinge von Clemens Bukschat, der mit einer Deckungsumstellung den gegnerischen Angriffen den Schwung zu nehmen versuchte. Ohne Erfolg. Die kampfstarken Gastgeber verwalteten nicht nur den Vorsprung, sondern bauten diesen ständig zum 35:22-Endstand aus. Bukschat forderte nach dem Spiel: »Wir müssen sehen, dass wir irgendwie da raus kommen, um nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten.« – Tore, Dilltal: Müller (7), Schmitz (5), Mehl, Heer, Christoph Ulm (je 4), Pöchmann (3/2), Sebastian Ulm (3), Weiß, Kohlmei (je 2), Ditzner (1). – Lumdatal: Jonas Schlapp (5/2), Heß (5), Daniel Schlapp, Kuhnhenne (je 3), Ziegler (2), Gilbert, Schmidt, Herzberger, Fey (je 1).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III – HSG Wettertal 28:23 (16:12): Torben Wegner zeigte sich rundum zufrieden mit dem Resultat, obwohl es die Gäste dem Aufsteiger nicht leicht gemacht haben. So bereitete Pascal Wießner, Kreisläufer bei Wettertal, dem Trainer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III doch einiges Kopfzerbrechen. »Wir haben deswegen die Deckung von 3:2:1 auf 6:0 umgestellt«, berichtete Wegner, und das sollte sich auszahlen. Zunächst einmal aber entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Nach knapp 14 Minuten hieß es noch 6:7, dann drehten die Hausherren auf und schraubten durch Treffer von Luis Kaiser, Dennis Agel und Lukas Wallwaey das Resultat innerhalb der nächsten zwei Minuten auf 9:7. Im zweiten Durchgang schafften es die Wetterauer nicht, den Rückstand entscheidend zu verringern. Beim 20:18 (37.) und 21:19 eine Minute später waren sie zwar fast in Schlagdistanz, doch durch Tore von Daniel Müller (2) und Dennis Agel zog Dutenhofen/Münchholzhausen auf 24:19 (45.) davon und hielt Wettertal in der verbleibenden Viertelstunde auf Distanz. Torben Wegner bescheinigte hinterher der Deckung seiner Mannschaft eine guten Job; außerdem seien die Angriffe gut ausgespielt und sicher abgeschlossen worden. – Tore, Dutenhofen/Münchholzhausen III: Wallwaey (7), Kaiser, Müller (jeweils 5/2), Unger (4), Agel (3), Kinzenbach (2), Rompf (1), Grumbach (1) – Wettertal: Boller (6), Metzger (4/1), Brückel (4/3), Wießner (3), Yannnick Kreuzer (2), Tobias Kreuzer, Wagner, Großmann (je 1) (Quelle: Gießener Anzeiger)

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