Der siebte Feldspieler zündet nicht

AMORBACH/GIESSEN – (dka). Nach fünf Siegen in Folge hat es die Oberliga Handballer der HSG Pohlheim nun beim TV Kirchzell erwischt. Nach einer schwachen Angriffsleistung vor allem in den ersten 30 Minuten hatten die Mittelhessen mit 18:25 (6:11) das Nachsehen bei den Nordbayern und mussten am zehnten Spieltag ihre dritte Saisonniederlage in Kauf nehmen. Und das gegen einen keineswegs übermächtigen Drittliga-Absteiger. Kirchzell war mit viel Respekt vor den Pohlheimer auf der Suche nach seiner spielerischen Linie, bei einem mageren 4:2 nach einer Viertelstunde Spielzeit wollte es den 400 Zuschauern in der Parzival-Sporthalle dann doch nicht so recht warm werden. Pohlheims Defensive überzeugte, aber im Angriff wollte nichts zusammenlaufen.

TV Kirchzell – HSG Pohlheim 25:18

„Das war alles zu langsam, da hat die Abstimmung nicht gepasst, viele riskante Pässe, die nicht angekommen sind“, zeigte sich Gäste-Trainer Jens Dapper unzufrieden mit seinen Schützlingen im ersten Durchgang. Bis zur Pause hatten sich die Gastgeber mit 11:6 einen Fünf-ToreVorsprung erarbeitet. Dapper versuchte, mit dem siebten Feldspieler frischen Wind ins Pohlheimer Angriffsspiel zu bringen. Jonas Schleenbecker verkürzte auch auf 12:10 (37.) und machte die Partie wieder spannend. Aber die taktische Maßnahme birgt auch Risiken, vor allem wenn Pech dazu kommt.

Angriffsschwäche

Als Thimo Wagner und Schleenbecker nur das gegnerische Gehäuse trafen, setzte sich Kichzell mit einfachen Gegentoren wieder auf 15:10 (40.) ab. Dann scheiterte Max Rühl zusätzlich noch vom Siebenmeter-Punkt. Die Hausherren nutzten weiter die Angriffsschwäche der Pohlheimer Spielgemeinschaft schonungslos aus, um beim 20:13 (52.) durch Maximilian Gläser endgültig auf die Siegerstraße einzubiegen.

Co-Trainer Andreas Lex sollte noch einmal Impulse setzen, aber sein 20:15 (55.) reichte nur noch zur Ergebniskorrektur. Der TV Kirchzell spulte routiniert die letzten Minuten herunter und steuerten einem ungefährdeten Erfolg entgegen. Jens Dapper war natürlich nicht gerade glücklich: „Solche Tage kommen. Mit dem siebten Feldspieler hatten wir jetzt zweimal Erfolg, heute hat es nicht geklappt. Wir können das besser und machen das auch besser, wenn wir am Freitag beim TV Hüttenberg U23 spielen.“

Kirchzell: Jörg, Kiss; Schneider, Polixendis (2), Wuth (8/5), Gläser (9), T. Häufglöckner (1), David, Punda (1), L. Häufglöckner (1), Heinrich (1), Schnabel (2), Horak, Meyer-Ricks.

Pohlheim: Schlegel, Wüst; Niclas (2), Lex (1), Sayler, Drommershausen (3), Rühl (4/1), Schleenbecker (2), Schuster, Ohrisch, Träger (1), Wagner (5).

Schiedsrichter: Kerth/Knodt (Erfelden) – Zuschauer: 400 – Zeitstrafen: 4:6 Minuten – Siebenmeter: 5/5:2/1 (Quelle: Gießener Anzeiger)

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